Die meisten von uns haben wahrscheinlich schon mal irgendeine Form von europäisierten, chinesischem Essen zum Mitnehmen gegessen. Eine der häufigsten Zutaten sind Bohnensprossen. 

Bohnensprossen kann man hervorragend zuhause ziehen. Aus einer Handvoll Bohnen erhält man genug um ca. vier kleine Portionen Salat daraus zu machen. Dank der guten Haltbarkeit der Bohnen kann man sich gleich einen riesigen Vorrat zulegen und hat so die Möglichkeit täglich extrem frische Sprossen zu essen. Die Keimlinge liefern Wertvolle Vitamine und Spurenelemente, wie zum Beispiel Vitamin B1 bis B7, Eisen, Kupfer, Zink und Mangan.

Wir haben uns unsere Sprossenzucht mit viel Handarbeit selbst zusammengeschustert, wer es etwas edler mag, wird aber auch auf Amazon unter dem Stichwort Sprossenglas fündig. Für den ersten Versuch tut es allerdings auch das mit Küchenpapier ausgelegte Nudelsieb.

Mungo Sprossen zuhause züchten

Mungobohnen lassen sich hervorragend zuhause ziehen.
Active Time1 Std.
Wartezeit6 d
Arbeitszeit6 d
Gericht: Salat
Land & Region: Asiatisch
Diet: Vegan
Keyword: Bohnen, Mungobohnen, Salat, Sprossen
Yield: 4 Portionen
Cost: 0,50€

Equipment

Materials

  • 1/3 Tasse Mungbohnen getrocknet

Anleitungen

Mungbohnen einweichen

  • Zuerst wäscht man die Bohnen gründlich ab und gibt sie mit mindestens der dreifachen Menge Wasser in ein sauberes Gefäß.
  • Dann lässt man die Bohnen mindestens 24h im Wasser quellen. Sie werden mindestens doppelt so groß.
    Gequollene Mungobohnen
  • Spätestens, wenn die ersten Bohnen leichte Keimansätze zeigen, gibt man sie in ein Sieb und wäscht sie noch einmal gründlich ab.

Sprossen ziehen

  • Die gewaschenen Bohnen kommen nun zum keimen. Dafür haben wir uns zwei unbenutzte Eimer genommen und einen der beiden Eimer mit unzähligen Löchern versehen, so dass er wie ein Sieb funktioniert. In diesen Eimer kommen dann die Bohnen und der Eimer wird in den anderen Eimer gestellt, so dass das Wasser gut abtropfen kann. Alternativ kann man aber auch ein mit Küchenpapier ausgelegtes Nudelsieb nehmen.
    Mungbohnen im Eimer
  • Damit unsere Bohnenkeimlinge schön dick wachsen, bedecken wir sie mit einem Teller und beschweren sie mit 1-2 Kg Gewicht. Hier eignet sich z.B. eine große mit Wasser gefüllte Flasche. Durch das Gewicht müssen die zarten Pflanzen viel Kraft aufbringen und werden deshalb dickere Stängel bekommen.
  • Wenn die Pflanzen zu viel Licht bekommen, werden sie bitter. Deshalb mit einem Tuch abdecken, damit die Keimlinge wenig Licht bekommen, aber trotzdem die nötige Luftzufuhr, dass sich kein Schimmel bilden kann.
  • Damit die Bohnen nicht austrocknen sollten sie mehrmals am Tag mit Wasser gespült werden. Je öfter, desto besser, aber bei uns hat es bisher auch immer gereicht sie nur Morgens und Abends zu wässern.
    Mungobohnen nach 2 Tagen

Fertige Mungsprossen ernten

  • Nach 4 – 6 Tagen sollten die Sprossen fertig sein und können geerntet werden. Auf jeden Fall sollte darauf geachtet werden, dass keine Blätter wachsen, da diese bitter schmecken. Man kann alles inklusive der Wurzeln mitessen, jedoch sollten diese entfernt werden, wenn man die Bohnen auf einem Küchenpapier keimen lässt.
    Mungobohnen als Suppentopping
  • Mungbohnen kann man sehr vielfältig einsetzen. Entweder direkt als Salat, oder zum Beispiel, als Beilage oder Topping zu herzhaften Speisen und Suppen.

Notizen

Mungbohnen-Samen werden entweder frisch oder oder getrocknet verwendet. Diese eiweißreichen Bohnen (21 – 28 %) sind auch reiche Quellen für Kalzium, Phosphor und andere Vitamine. Für Menschen in Regionen, in denen tierisches Eiweiß knapp ist, sind Mungobohnen eine wichtige Eiweißquelle. Mungobohnen gehören zur Familie der Leguminosen und sind mit Adzuki und Augenbohnen verwandt.
Die einjährigen Pflanzen können entweder aufrecht oder in der Rebe angebaut werden. Blassgelbe Blüten werden in Büscheln von 12-15 an der Spitze getragen. Bei der Reife sind die Schoten sehr mild, etwa 13 cm lang, enthalten 10-15 Samen und variieren in der Farbe von gelblich-braun bis schwarz. Die Samen variieren auch in der Färbung und können gelb, braun, schwarz oder sogar grün gefleckt sein. Mungobohnen sind selbstbefruchtend.

Ist Sprossen selber ziehen gefährlich?

Einige Menschen behaupten, dass das Sprossenziehen zuhause nicht ganz ungefährlich ist. Der Grund dafür liegt in einer Empfehlung, der European Food Safety Authority (efsa), „keine Sprossen für den Eigengebrauch zu ziehen und Sprossen oder Keimlinge nur zu essen, wenn diese ausreichend gegart wurden“. Diese Empfehlung wurde aber inzwischen wieder zurückgezogen. Grund dafür war ein Ausbruch des E-Coli Bakteriums, bei einer aus Ägypten importierten Charge Bockshornklee im Jahre 2011.

Es ist also nicht verwunderlich, dass die frischen, zuhause gezogenen Sprossen aller Wahrscheinlichkeit nach weniger gefährlich sind, als Sprossen, die Tagelang auf dem Transportweg waren. Dennoch weist die Behörde die Verbraucher nochmals auf die Bedeutung guter Hygienepraktiken bei der Zubereitung und dem Verzehr von frischem Gemüse hin. Das Händewaschen vor der Zubereitung sollte selbstverständlich sein und die wachsenden Keimlinge sollten regelmäßig mit fließendem, frischem Trinkwasser gereinigt werden.

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