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Dieses Jahr wird der WWF zur Earth Hour keine Events mit Publikum organisieren.

Das symbolische Ausschalten der Außenbeleuchtung an Gebäuden und Sehenswürdigkeiten durch Städte wird aber auf jeden Fall stattfinden. 

Alle interessierten Menschen und alle die was bewegen wollen werden aufgerufen sich aus dem eigenen Zuhause aktiv zu beteiligen und am 28.03.2020 um 20:30 Uhr das Licht auszuschalten. Verbindet euch über die sozialen Netzwerke mit dem Hashtag #EarthHour mit anderen Menschen um globale Aufmerksamkeit fürs Klima zu erreichen.

Was ist Earth Hour?

Glühlampe die aus geht

Earth Hour oder Stunde der Erde ist eine Umwelt- und Klimaschutzaktion die sich durch das Ausschalten der öffentlicher Beleuchtung bemerkbar macht. Dieses Jahr findet die Earth hour am 28.03.2020 um 20:30 – 21.30 Uhr Ortszeit statt. Üblicherweise wird diese Veranstaltung seit 2007 jedes Jahr am letzten Samstag im März begangen. Die Idee kam von WWF (World Wide Fund For Nature) Australien und sollte den Anfang einer Kampagne zur Senkung der CO2-Emissionen bekannt machen.

Wann hat es begonnen und wie ist sie entstanden?

Die erste Earth Hour fand am 31. März 2007 von 19:30 Uhr bis 20:30 Uhr Ortszeit in Sydney statt. Über 2,2 Millionen australische Haushalte haben sich bei der ersten Aktion der Earth Hour mitbeteiligt und für eine Stunde das komplette Licht ausgeschaltet.
Die Beleuchtung der Sydney Harbour Bridge und des Opernhauses, zwei berühmte Wahrzeichen der Stadt, wurde ausgeschaltet. Sogar Coca-Cola-Leuchtreklame in Kings Cross wurde zum ersten Mal seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1974 ausgeschaltet.

Mit dieser Aktion wurde ein Statement gesetzt wie wichtig die Umwelt ist.

Darüber hinaus fanden zahlreiche Veranstaltungen statt, und die Schulen nahmen die Earth Hour auf verschiedene Weise in ihre Unterrichtspläne auf.

Bereits ein Jahr später beteiligten sich 350 Städte in 35 Ländern an der Earth Hour. Über 18 Zeitzonen verteilt ging 2008 jeweils eine Stunde lang das Licht aus. Einige Jahre später ist die Earth Hour die größte weltweite Umweltaktion, die es je gab.

Wie kann man sich bei der Earth Hour beteiligen?

Bei der Earth Hour kann jeder mitmachen, symbolisch ein Zeichen für die Umwelt zu setzen. 

Macht alle Lichter am 28.03.2020 um 20:30 Uhr für 60 Minuten aus, da seid ihr schon dabei.

Jedes Jahr werden Unmengen Strom verschwendet, weil Verbraucher ihre Geräte im Stand-by-Modus laufen lassen. Nehmt die Earth Hour als Möglichkeit, etwas für den Klimaschutz zu tun und trennt die Geräte vom Netz. Denn nur wenn Elektrogeräte tatsächlich vom Stromnetz getrennt werden, verbrauchen sie keine Energie. Mehrfachsteckdosen mit Schalter oder automatische Steckdosenleisten sind hier hilfreich. Wer Elektrogeräte vom Netz trennt und so den Stand-by-Modus deaktiviert, spart nicht nur Geld, sondern hilft auch CO2-Emissionen zu reduzieren.

Elektrogeräte im Stand-by bringen wenig Nutzen, verbrauchen aber permanent kleine Mengen Strom. Seit 2014 gibt es eine EU-Verordnung, dass neue Haushaltsgeräte und alle Unterhaltungselektronik nicht mehr als ein bis zwei Watt im Standby verbrauchen dürfen.

Was sich erstmal wenig anhört, summiert sich aber schnell, wenn man bedenkt, wie viele Elektrogeräte jeder von uns im Haushalt hat. In jeder Stunde verbrauchen deutsche Privathaushalte rund 1,5 Millionen kWh für Elektronik im Ruhemodus. Das entspricht Stromkosten von knapp 445.000 Euro pro Stunde.

Pro Jahr verschwenden Deutsche etwa 13 Milliarden kWh Strom, um ihre Elektrogeräte im Stand-by-Modus zu betreiben. Das ist mehr als ein mittleres Kernkraftwerk jährlich erzeugt. Entstehende Kosten: rund 3,9 Milliarden Euro.

Teelichtlaternen

Warum wird Earth Hour kritisiert?

Die Idee von Earth Hour und die Veranstaltungen an sich werden jedoch zum Teil stark kritisiert.

Manche Gegner sind der Meinung, dass die Stromnetze stark überlastet werden wenn gleichzeitig viele Menschen das Licht ausschalten. Andere behaupten, dass das Wiederanschalten des Lichtes zu viel Energie verbrauchen würde.

Was ist denn jetzt richtig und moralisch vertretbar? Soll man bei der Earth Hour mitmachen oder lieber nicht?

In erster Linie die Earth Hour ist eine symbolische und friedliche Protestaktion, die nicht dafür dient um Strom zu sparen, sondern ein Zeichen für Klima- und Umweltschutz zu setzen. 

Die Symbolik dahinter dient dazu Politik und die Wirtschaft für den Umwelt- und Klimaschutz aufmerksam zu machen. Die Idee dahinter ist: ”60 Minuten Dunkelheit – damit anderen ein Licht aufgeht”. Ein begleitender Effekt wird dabei doch noch erzielt und es wird Strom gespart.

Experten haben mehrfach bestätigt, dass die Befürchtungen um Stromnetzzusammenbrüche bei zahlreichem und gleichzeitigen Strom Ausschaltens unbegründet sei. Die Stromversorgung bei allen teilnehmenden Ländern in all diesen Jahren hat keine Probleme erlitten. 

Ein Stromnetz Zusammenbruch ist kaum möglich,da selbst bei vielen Millionen Teilnehmern der Rückgang des Stromverbrauchs relativ gering ist.  

Die Theorie des extremen Energieverbrauchs beim Wiederanschalten ist auch widerlegt. In der Vergangenheit hat das Anschalten von alten Leuchtstofflampen gleich so viel Energie verbraucht wie 30 Minuten kontinuierlichen Betriebs.

Moderne Leuchtmittel haben diesen Effekt allerdings nicht. Zwar nehmen Leuchtstoffröhren beim Anschalten und Aufflackerns die fünffache Energiemenge auf, das geht aber sehr schnell. Schon durch eine Sekunde Abschalten wird dieser Zusatzverbrauch wieder eingespart. Selbst bei extrem veralteter Beleuchtungstechnik würde das Wiedereinschalten in der heutigen Zeit nur die Hälfte der Energie verbrauchen, die durch eine Stunde Dunkelheit eingespart wurde. Wer das Licht ausschaltet, spart Strom.

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