Diese Artikel wird es in zwei Jahren nicht mehr geben, denn die EU wird bis 2021 Einwegplastik verbieten!

Die EU-Kommission hatte im Mai 2018 einen Vorschlag zur Minderung von Plastikmüll vorgelegt. Die EU-Abgeordneten verschärften diese Ideen nun zum Teil – etwa mit den verbindlichen Reduktionszielen und mit einer längeren Liste von verbotenen Plastikprodukten.

Ziel des EU-Vorstoßes ist es, die Plastikmassen in den Meeren zu reduzieren. Laut EU-Parlament macht Plastik weltweit drei Viertel des Mülls in den Ozeanen aus. In der EU stellen demnach weggeschmissene Einwegprodukte aus Kunststoff etwa die Hälfte des an den Stränden gefundenen Mülls.

Die Strategie gegen Plastikmüll dürfte im Alltag spürbare Veränderungen bringen. Verboten werden sollen aber nur Gegenstände, für die es bessere Alternativen gibt. 

Das Verbot gilt vor allem für Wegwerf-Plastikprodukte, die nur einmal benutzt werden und für die es aus Sicht der EU-Kommission bereits Alternativen gibt. Wir alle kennen sie aus unserem Alltag: Einweggeschirr, Trinkhalme und Luftballonstäbe gehören dazu. Daneben sollen für eine Reihe von Einmal-Artikeln, die einen gewissen Kunststoffgehalt haben, eine Kennzeichnungspflicht gelten, dazu gehören etwa Feuchttücher. Dabei soll auch auf die negativen Umweltauswirkungen hingewiesen werden.

Auch vorgesehen ist, dass sich die Hersteller an den Kosten für die Sammlung und Verwertung der betreffenden Produkte beteiligen. Die Zigarettenhersteller zum Beispiel könnten zukünftig für das Einsammeln von Zigarettenstummeln an den Kosten beteiligt werden.

Diese Einigung ist für die Kunststoffbranche essentiell. Nach Behördenangaben hat die Kunststoffindustrie in 2015 einen Umsatz von 340 Milliarden Euro geleistet und beschäftigte 1,5 Millionen Menschen.

Das Einweg-Plastikverbot wird in Deutschland greifen, sobald die EU-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt ist, das Gesetz soll spätestens 2021 in Kraft treten.

Laut Angaben des EU-Parlaments werden ab dem Jahr 2021 die folgenden neun Kunststoff Einwegprodukte in der EU verboten:

  • Trinkhalme
  • Besteck
  • Teller
  • Luftballonstäbe
  • Rührstäbchen z,B, fürKaffee
  • dünne Plastiktüten
  • Wattestäbchen
  • Getränkeverpackungen aus erweitertem Polystyrol
  • so genanntes „oxo-abbaubares Plastik“ – ein Material mit Metallbeimischung

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Header-Photo by Brian Yurasits

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