Ein traditionelles ungarisches Gulasch ist eine Suppe oder ein Eintopf, der normalerweise mit zartem Rindfleisch und mit Paprika gewürzten Zwiebeln zubereitet wird. Viele Versionen fügen anderes Gemüse wie Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Sellerie, Paprika und Tomaten hinzu.

Mit der richtigen Würzung kann man ein erschreckend ähnliches Resultat aus Sojageschnetzeltem, welches das Rindfleisch imitiert, zaubern. In diesem Blogbeitrag zeigen wir euch das Rezept für das vegane Gulasch aus Sojageschnetzeltem und dazu passendes Gemüse.

Hier ging es uns nicht darum, das Fleisch exakt auf eine oder andere Weise zu imitieren, sondern an den Geschmack und die Konsistenz eines Gulaschs soweit wie möglich heran zu kommen.

Gulasch aus Sojageschnetzeltem

Bei Gulasch dreht sich eigentlich alles um roten Paprika und die richtige Art, es zu kochen. Das Fleisch wird hier überhaupt nicht benötigt. Dieses Gulasch Rezept ist vegan, glutenfrei und unglaublich lecker.
Vorbereitungszeit30 Min.
Zubereitungszeit1 Std.
Ziehzeit:30 Min.
GerichtHauptgericht
Land & Regionungarisch
DietVegan
TagsGlutenfrei, Gulasch, vegan, veganes Gulasch

Equipment

  • Kochtopf
  • Schneidebrett und Messer

Zutaten

Für die Vor-Marinade:

  • 1 EL Sojasauce
  • 1 EL Senf
  • 1 EL Worcestershire Sauce
  • 1-2 Tassen starke Brühe

Für die Marinade:

  • 1 EL Sojasauce
  • 1 EL Senf
  • 1 EL Worcestershire Sauce
  • ½ TL Pfeffer
  • ½ TL Salz
  • ½ TL Cayenne Pfeffer
  • Öl n.B.
  • 1 EL Tomatenmark
  • Etwas Wasser
  • Ein paar Tropfen Liquid Smoke optional

Für das Gulasch:

  • 300 g Soja Schnetzel
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 3 Spitzpaprikarot
  • 3 Champignons oder andere Pilze
  • 2 mittlere Kartoffeln
  • 1 große Möhre
  • 1 Liter Brühe
  • 2 EL Tomatenmark
  • 400 g gehackte Tomaten
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 1 Lorbeerblatt
  • 50 ml Saure Gurken Wasser
  • 1 EL Misopasteoptional
  • 50 ml Rotweinoptional

So wird’s gemacht

  • Sojageschnetzeltes kurz in die Vormarinade eintauchen, so dass es komplett benetzt ist.
  • Wenn am Ende noch Brühe übrig ist wiederholen, Schnetzel sollen aber nicht vollständig aufgeweicht sein.
  • Wenn die Sojaschnetzel etwas eingezogen sind, können sie mariniert werden.
  • Sollten sie zu groß sein kann man sie vor dem marinieren noch etwas kleiner schneiden.
  • Knoblauch grob hacken, Champignons, Kartoffeln und Möhre in sehr kleine Würfel schneiden und (ggf. separat) scharf anbraten.
  • Zwiebeln und Paprika ebenfalls würfeln und gut anbraten, es dürfen Röstaromen entstehen. 🙂
  • Die angebratenen Zutaten ggf. in einen großen Topf geben oder zur Seite stellen, je nachdem wie groß die Pfanne ist.
  • Sojageschnetzeltes nun ebenfalls anbraten bis es eine leicht dunkle Kruste bekommt. Hitze dafür etwas reduzieren, sonst verbrennen sie sehr schnell.
  • Dann Tomatenmark und Misopaste kurz mit anrösten und anschließend mit Brühe und gehackten Tomaten ablöschen.
  • Nach Wunsch und Laune den Sud mit Kräutern, Petersilie und Lorbeerblättern mehr Geschmack verleihen.
  • Mindestens 30 min köcheln lassen, es dürfen aber auch zwei Stunden sein. Rotwein und Gurkenwasser dazugeben und anschließend mit Sojasauce, Worcestershiresauce, Senf und gerne auch Chili abschmecken.
  • Für späteren Gebrauch noch warm in Schraubgläser füllen, abkühlen lassen. Hält sich im Kühlschrank für mindestens noch eine Woche lang.
  • Guten Appetit! 🙂

Hat dir das Rezept gefallen, oder hat es nicht so geklappt, wie du wolltest? Wir freuen uns über dein ehrliches Feedback zu diesem Rezept.

Jetzt bewerten

Zum Mitnehmen:

Essen kann wirklich ein Elixier für die Seele sein und sich mit einem guten Essen ernähren. Die meisten von uns könnten sich im Moment besser fühlen. Das vegane Gulasch präsentiert hier in diesem Blogpost ist eine perfekte Gelegenheit für festliche Gerichte die auch Nicht-Veganer überzeugen werden. Serviert zusammen mit selbstgemachten Kartoffelklößen und gebratenem Rotkohl wird es ein Gaumenfest.

Ja, die Zutatenliste ist ellenlang, aber wenn einmal alles da ist, geht es wirklich schnell. Für den Geschmack lohnt sich jede Mühe und jeden Cent. 🙂 Sollte einmal die ein oder andere Zutat fehlen ist das kein Beinbruch. Gerade bei den Gewürzen und der Marinade fällt es euch sicherlich leicht einen kreativen Ersatz zu finden.

Gulasch ist kein Gericht was ihr jeden Tag der Woche zubereiten werdet, besonders wenn ihr beschäftigt seid. Die ganze Familie wird diesen dicken Eintopf lieben. Sobald ihr alles zubereitet habt, müsst ihr es nur noch in Ruhe lassen und euren Geschäften nachgehen, bis es fertig ist.

Kann das Geschnetzelte ersetzt werden?

Anstatt Geschnetzeltes kann man auch Sojaschnitzel von jeder Größe nehmen und nach belieben nach dem einweichen aber vor dem Anbraten in passende, kleine Würfel schneiden.

Gerne auch alles kleiner als es sein soll schneiden, denn die Schnetzel saugen beim Kochen Flüssigkeit auf und bekommen etwas mehr Volumen.

Falls ihr keine Fans von Sojaprodukten seid, dann kann das Vleisch durch Seitan oder Jackfruit ersetzt werden. Dies zeigen wir euch in folgendenden Blogbeiträgen. Bleibt gespannt. 😉

Wie erreiche ich mehr Sämigkeit?

Um mehr Sämigkeit zu erreichen, kann man einen Teil des bereits gekochten Gemüses mit einer Gabel zerquetschen oder in einem Mixer pürieren und dann zurück in den Topf zum Kochen geben.

Beim Kochen wird die Stärke aus den Kartoffeln gewaschen. Stärke ist das wichtigste Verdickungsmittel in der Küche und der Lebensmittelindustrie. Deshalb ist es wichtig die Kartoffeln möglichst klein zu schneiden.

Es gibt auch andere Wege das Gulasch dickflüssig zu bekommen, diese können aber leicht die Farbe und den Geschmack verändern.

Unsere Methode ist 25 g Sonnenblumenkerne mit ein wenig Flüssigkeit zu pürieren und zum Kochen im Topf geben. Bei dieser Methode verändert sich die Farbe, das Gulasch wird etwas heller werden.

Abgefüllt in Schraubgläsern hält sich die Suppe mindestens eine Woche lang im Kühlschrank oder sogar bis zu 1 Monat eingefroren. Beachtet nur, dass die Gläser nicht komplett voll sind, denn die Flüssigkeit dehnt sich beim Einfrieren aus und das Glas springt.

Wir wünschen euch viel Erfolg und freuen uns auf eure Ergebnisse und Variationen. 🙂 

Folgt uns auf Instagram und Facebook und markiert uns unter euren Kreationen.

Sharing is caring!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bewerte dieses Rezept




Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.