Oekofreaks Mai 9, 2019

knusprig gebratene Sojaschnitzel mit frischen Petersiliensalat

Vorbereitungszeit 15 Minuten
Kochzeit 30 Minuten
Fertig in 45 Minuten
Schwierigkeitsgrad Leicht
Zubereitung Gebraten Gekocht

Zutaten

1 Packung (200g) Sojaschnitzel
500 g kochendes Wasser
Sonnenblumenöl für die Marinade und zum Braten
1 EL Gemüsebrühe
3 EL Sojasauce
Gewürze: Pfeffer, Salz, Paprikapulver, Osmanmix, Cumin

So geht's

  1. In einem Topf 500 ml Wasser mit 1 EL Gemüsebrühe zum Kochen bringen.
  2. Die Sojaschnitzel in den Topf mit dem kochendem Wasser geben.
  3. Für ca. 15 Minuten kochen lassen und zwischenzeitlich umrühren. Wenn die Sojaschnitzel gut Wasser aufgesaugt haben in einem Nudelsieb abtropfen lassen. Wenn sie ein wenig abgekühlt sind, mit der Hand nachdrucken, sodass die übrige Flüssigkeit herausgepresst wird. Die Sojasauce und das Sonnenblumenöl mit allen Gewürze gut vermischen und auf die Schnitzel gießen. Sorgt dafür, dass alle Teile genügend von der Marinade abbekommen haben und lasst sie für ca. 10-15 Minuten einziehen.
  4. Danach in einer Pfanne mit ein wenig Sonnenblumenöl die Schnitzel anbraten. Diesmal haben wir uns für Petersiliensalat mit Couscous als beilage entschieden. Das Rezept für den Petersiliensalat findet ihr hier.
  5. Guten Appetit :)

Zum Mitnehmen

Die Sojabohne ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler.

Der Anbau der Nutzpflanze Sojabohne ist seit einer Zeit zwischen 1700 und 1100 v. Chr. in Nordostchina als Nahrungspflanze nachgewiesen. In der westlichen Welt gibt es die Pflanze noch nicht so lange, da sie erst vor circa 100 Jahre eingeführt wurde.

Als Ölsaat enthalten Sojabohnen etwa 20 Prozent Öl. Das Sojaöl wird vor allem als Lebensmittel, aber z. B. auch für die Produktion von Biodiesel verwendet.

Ist eigentlich Soja gesund für den menschlichen Körper?

Mit der großen Präsenz von Soja erhöhen viele Kritiker  ihre Stimmen, dass Soja und diverse Sojaprodukte ungesund seien.

Sojabohnen und Sojaprodukte sind reich an B-Vitaminen, Eisen, Zink, ungesättigten Fettsäuren und Ballaststoffen. Sehr hohen Protein- und Nährstoffgehalt sind Qualitäten die, die Sojabohne mit sich trägt. Sie enthält alle essentiellen Aminosäuren (Eiweißbausteine) die der Körper selbständig nicht herstellen kann.

Der Vorwurf vieler Sojakritiker ist, dass in Soja Östrogen enthalten sei. Tatsächlich enthält Soja Isoflavone oder auch Isoflavonoide welche zur Gruppe der Phytoöstrogene gehören.

 

“Die Phytoöstrogene haben eine ähnliche chemische Struktur und zum Teil ähnliche Wirkung wie das weibliche Sexualhormon Östrogen.

Phytoöstrogene und Östrogen sind aber strukturell nicht identisch. Daraus entstehen Unterschiede in der Wirkung auf den menschlichen Körper (teils wird von einer 0,1 %igen Wirkung ausgegangen). Ein Grund dafür ist, dass der Körper über zwei unterschiedliche Rezeptoren (eine Art Empfänger an oder in der Zelle) für Östrogen verfügt. Während Östrogen beide anregt, tun Phytoöstrogene dies nicht. Im Gegensatz zu Östrogen haben die Isoflavone aus der Sojabohne somit je nach Gewebe sowohl eine östrogene als auch antiöstrogene oder gar keine Wirkung. Beides kann sich positiv auf  die menschliche Gesundheit auswirken.

Auch wenn Sojabohnen und Sojaprodukte besonders reich an Isoflavonen sind (mit großen Unterschieden), sind sie als Teil einer ausgewogenen Ernährung somit nicht gesundheitsschädlich, sondern eher gesundheitsfördernd. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kam zu dem Schluss, dass „die Aufnahme von Isoflavonen im Rahmen einer normalen Soja-Kost bei üblichen Verzehrsmengen […] als unbedenklich angesehen werden kann“. Dies scheint laut des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums auch für Frauen nach und mit einer östrogenabhängig wachsenden Brustkrebserkrankung zu gelten.”

Wie wirkt sich die Soja bei Männer aus?

Männer sollen auch keine Angst vor Soja und Sojakonsum haben. Keiner der Studien (Stichprobenartig) hat die Behauptung nachgewiesen, dass Männer von Tofu Brüste bekommen oder von Sojadrinks die Spermien schwächen.

Ein normaler Sojakonsum kombiniert mit ausgewogener Ernährung schadet der Gesundheit nicht, sondern ist sogar Gesundheitsfördernd.Tofu und andere nicht zu stark verarbeitete Sojaprodukte wie Tempeh und Sojamilch können einen wertvollen Beitrag zu einer gesunden pflanzlichen Ernährung leisten.

Menschen mit bekannten Hormonellen- oder Herzerkrankungen sollten am besten auf Sojakonsum verzichten oder mit einem Arzt die Mengen absprechen.

Soja ist Umweltschädlich!

Ca. 80% der weltweiten Sojaernte wird als Futtermittel für Nutztiere benutzt. Dies hat sehr negative Umweltauswirkungen wie zum Beispiel die Abholzung der Regenwälder, damit weitere Soja Anbauflächen für Massentierhaltung geschaffen werden.

Soja kann fast überall gedeihen, sogar in Deutschland kann im Süden Soja angebaut werden.

Alle Lebensmittel die in den richtigen Mengen konsumiert werden können keinen schlechten Einfluss auf den menschlichen Körper oder die Gesundheit haben.

Quellen:

https://www.krebsinformationsdienst.de/aktuelles/2012/news108.php

https://www.fertstert.org/article/S0015-0282(10)00368-7/fulltext

https://www.bfr.bund.de/cm/343/fragen_und_antworten_zur_sicherheit_von_isoflavonhaltigen_nahrungsergaenzungsmitteln.pdf

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