Oekofreaks Mai 22, 2019

Besser als beim Bäcker

Vorbereitungszeit 90 Minuten
Kochzeit 30 Minuten
Fertig in 120 Minuten
Ergibt 8 Stück
Schwierigkeitsgrad Leicht
Zubereitung Gebacken

Zutaten

Für den Teig:
500 g Weizen- oder Dinkelmehl
150 ml lauwarmes Wasser
50 ml Öl
1 frische Hefe
1 EL Salz
1 TL Zucker
Für die Lauge (Salzwasser):
2 EL Salz
500 ml kochendes Wasser
50 g Sesam zum Bestreuen

So geht's

  1. Die Hefe mit dem Salz, Zucker und 2 Esslöffeln Mehl in das lauwarme Wasser rühren. Für ca. 15 Minuten ruhen lassen, bis die Mischung anfängt leicht zu schäumen.
  2. Das Mehl, das Öl und die Hefemischung zu einem sehr weichen, seidigen Teig kneten. Den Teig mit einem feuchten Tuch bedecken und an einem warmen Ort für ca. 60 Minuten auf das doppelte Volumen aufgehen lassen.
  3. Den aufgegangenen Teig halbieren bis 16 gleich große Stückchen entstehen. Diese jeweils zu Kugeln formen und dann zu einer etwa 20 cm langen “Teigwurst” rollen.
  4. Zunächst nehmen wir zwei solche “Teigwürste”, flechten sie und verbinden die Enden miteinander, so, dass es am Ende einen Teigring entsteht.
  5. Die Teigringe für etwa 5 Minuten ruhen lassen. Zwischenzeitlich wird das Wasser für die Lauge aufgekocht. Für einige Sekunden tauchen wir die Teigringe in das Salzwasser und mit einem flachen Abtropflöffel nehmen sie wieder aus dem Wasser heraus.
  6. Wenn das Verfahren mit allen Stückchen durch ist, wird das Blech in dem auf 175 Grad mit Umluft vorgeheizten Backofen für etwa 30 Minuten goldbraun gebacken.
  7. Kurz bevor sie fertig gebacken sind, nehmen wir das Blech aus dem Ofen heraus. Bepinseln die Teigringe mit Wasser und dekorieren sie mit Sesamkörnern. Noch weitere 5 Minuten im Ofen backen und sind sie fertig.
  8. Am besten schmecken die Sesamringe noch frisch und warm mit einer Tasse Tee.
  9. Trotz der Zeitaufwendigkeit sind sie sehr leicht zu machen, aber auf leeren Magen ist es nicht zu empfehlen :)
  10. Guten Appetit :)

Zum Mitnehmen

Sesam (Sesamum indicum) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Sesamgewächse (Pedaliaceae). Sie ist eine weit verbreitete Kulturpflanze und vermutlich eine der ältesten Ölpflanzen der Welt.

Sie ist eine einjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 120, selten bis 180 Zentimeter erreicht und verzweigt oder unverzweigt vorkommt. Ihre Stängel sind stumpf viereckig, gefurcht und kahl bis fein behaart und häufig mit Drüsen besetzt .

Die Blüten sind weiß, rosa oder rosa mit dunkler Zeichnung. Die Frucht ist eine länglich-quadratische, fein behaarte und mit Drüsen besetzte, an Ansatz wie Spitze abgerundete, 1,5 bis 3,2 Zentimeter lange und 6 bis 7 Millimeter breite Kapsel.

Sesam ist ursprünglich in Teilen Indiens heimisch. Angebaut wird er heute in tropischen und subtropischen Gebieten weltweit.

Sesamsamen kommen in den Farben schwarz und goldgelb bis hellbraun vor.

Der schwarze Sesam wird als Urform des Sesams betrachtet und hat einen ähnlichen Geschmack wie der braune, ist inhaltlich aber wertvoller.

Die Samen, das Öl und die Wurzel des Sesams werden für therapeutische und kulinarische Zwecke verwendet. Die ölreichen Samen des Sesams werden zu Sesamöl verarbeitet, das vor allem zum Kochen verwendet wird. Öl aus gerösteten Samen gepresst wird auch als würzende Zutat verwendet. Die ganzen Samen dienen, oft geröstet, zur Verfeinerung von Backwaren und zum Würzen von Speisen.

Als Heilmittel dient das aus den reifen Samen durch Kaltpressung oder Extraktion und nachfolgender Raffination gewonnene Öl.

Die Wirkstoffe sind 35–50 % Ölsäure und 35–50 % Linolsäure, daneben Palmitinsäure, Stearinsäure, Lignane, Sesamin, Sesamolin, Sterole und Vitamin E.

Neben Vitamin E enthält Sesam  Vitamin B1, B2 und Niacin (Vitamin B3), sowie Vitamin A.

Die in Sesam vorhandenen Vitamine schieben die Stoffwechselvorgänge ganzer Zellsysteme und Organe an. Sie unterstützen einen geordneten Kohlenhydrat-, Aminosäuren- und Fettsäuren-Stoffwechsel und haben eine wesentliche Bedeutung im Nervenstoffwechsel.

Die Sesamsamen eignen sich gut beim Bekämpfen oder vorbeugen von: Osteoporose, Arthrose, gegen hohen Blutdruck, zur Anregung der Verdauung und vielem mehr.

Laut TCM (Traditioneller chinesische Medizin) schenkt Sesam  viel Kraft und Energie, sowie stärkt die Nieren und die Leber.

Sesam hat die Eigenschaft, Schwermetalle aus dem Boden aufzunehmen. Das ist besonders problematisch, wenn mit Klärschlamm oder Gülle aus konventioneller Tierhaltung gedüngt wird. Zum schälen sind chemische Lösungsmittel üblich. Das geht auf Kosten des Nährstoffgehalts.

Bio-Sesam stammt aus Bolivien und Paraguay, Indien und Pakistan, Ägypten oder Äthiopien. Bei kontrollierten Anbau werden die Schädlingslarven erst nach der Ernte unter Überdruck mit Kohlendioxid oder Kälte behandelt.

Nährwerte von 100 g Sesam:

Kalorien 574,0 kcal

Protein 20,9 g

Kohlenhydrate 10,2 g

Fett 50,0 g

Ballaststoffe 11 g

Broteinheiten 0,9 BE

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